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SFB 599 TP R6 – Degradable Osteosynthese-Systeme

SFB 599 TP R6 – Degradable Osteosynthese-Systeme

Leitung:  P. Wriggers
Team:  S. Besdo
Jahr:  2012
Förderung:  DFG im Rahmen des SFB 599
Ist abgeschlossen:  ja

Im Rahmen des SFB 599 ‚Zukunftsfähige bioresorbierbare und permanente Implantate aus metallischen und keramischen Werkstoffen’ werden Osteosynthese-Systeme zur Frakturstabilisierung aus Magnesiumlegierungen entwickelt. Der Vorteil von Magnesium ist, dass der Körper es für seinen Stoffwechsel benötigt und es sich im Laufe der Zeit abbaut. Daher ist es nicht notwendig die Implantate in einer zweiten Operation wieder zu entfernen. Aufgrund der mechanischen Eigenschaften und der Degradation der Magnesiumlegierungen ist es notwendig das Implantat-Design anzupassen. 

In den ersten beiden Antragszeiträumen wurde der Einfluss der Magnesiumlegierungen auf die Frakturheilung bei Kaninchen untersucht. Hierfür wurde die Biegesteifigkeit zu bestimmten Zeitpunkten in vivo gemessen.
Zunächst wird die Primärstabilität des Implantat-Knochen-Verbundes mit Hilfe von FE-Analysen untersucht, bevor die Implantate im Tierversuch getestet werden. In einem zweiten Schritt soll die Degradation der Implantate bei der Simulation berücksichtigt werden. Hierfür wurden bereits verschiedene Simulationsmethoden entwickelt, die an die Ergebnisse aus in vitro Versuchen angepasst werden. Des Weiteren wird die Knochenheilung bei der Simulation der Magnesiumdegradation berücksichtigt.